Wie finde ich den Beruf, der zu mir passt?

Wie finde ich den Beruf, der zu mir passt?

Niemals zuvor war es einfacher, mit seiner Leidenschaft Geld zu verdienen. Websites wie Dawanda ermöglichen es praktisch jedem zum Unternehmer zu werden. Auf Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter finden wir wie aus dem Nichts heraus Unterstützer, Geldgeber und Fans für unsere Ideen. Und seinen Traumjob sucht man heute nicht mehr, man wird über Twitter und Blogs von ihm gefunden. Schöne neue Welt.

Ist jetzt also die ideale Zeit, um sich voll und ganz seiner Passion zu widmen – und damit auch noch Geld zu verdienen? Die schwierigere Frage ist nur: Wie findet ich meine Leidenschaft? Und: Wie finde ich den Beruf, der zu mir passt? Denn so vielversprechend die Zahl der Möglichkeiten heute ist, so wenig nützen sie einem doch, wenn man nicht weiß, was genau man mit ihnen anfangen soll.

Manche Menschen finden ihr ganzes Berufsleben lang keine Antwort auf die Frage, wie sie ihr Leben leben und wofür sie ihre Talente einsetzen wollen. Viele klagen, einige suchen, nur wenige machen es wirklich. Ich bin allerdings Menschen begegnet, die mit fünf einfachen Fragen einen Anfang gemacht haben und ihr Leben anschließend radikal verändert haben.

1.) Was würdest du tun, wenn Geld keine Rolle spielt?

Starten wir mit dem Lackmustest für die Jobwahl: Angenommen, du würdest den Lotto-Jackpot knacken, würdest du deinen Beruf weiterhin ausüben oder lieber sofort kündigen? Wie würdest du leben wollen? Wofür würdest du dein Vermögen einsetzen? Womit würdest du deine Zeit verbringen? Was würdest du noch alles lernen wollen?

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2.) Welche Arbeit kannst du nicht NICHT tun?

Es gibt immer noch „Karriere-Berater“, die folgende Formel predigen: „Tu, was du liebst, und du musst nie wieder arbeiten.“ Oft endet das damit, dass wir genau diese Dinge nach einiger Zeit überhaupt nicht mehr lieben. Es ist nämlich ein großer Unterschied, ob ich in meiner Freizeit gerne Torten backe, oder ob ich als Konditor tagein, tagaus Süßes am Fließband produzieren muss.
Vielversprechender finde ich den Ansatz, für die Dinge bezahlt zu werden, die ich eh‘ schon die ganze Zeit tue. Dinge, die ich einfach nicht sein lassen kann. Dinge, die mich magisch anziehen. Dinge, in denen meine Talente und Interessen ineinander aufgehen. Dinge, die ich nicht NICHT tun kann.

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3.) Was ist dein Tennisball?

Drew Houston ist Gründer des Cloud-Dienstes „Dropbox“. 2013 hielt er die Abschlussrede am MIT und sprach dabei über die Frage, wie man seine Leidenschaft findet. Seiner Erfahrung nach zeichnen sich erfolgreiche Menschen nicht dadurch aus, dass sie diszipliniert sind und ihre Arbeit lieben. Sie seien völlig verrückt danach!
Houston erinnern diese Leute an einen Hund, der einem Tennisball hinterherrennt und seine gesamte Aufmerksamkeit darauf richtet ihn zu fangen. Wofür steht der Tennisball in deinem Leben? Von welchen Themen kommst du nicht los, welche Tätigkeiten begeistern dich so, das du alles um dich herum vergisst?

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4.) Worin willst du scheitern?

Ein Grund dafür, dass viele Menschen ihren Ideen niemals eine Chance geben, ist die Angst davor zu scheitern. Wir neigen dazu Risiken zu vermeiden und Sicherheit vorzuziehen. Im Prinzip ist das eine gute Strategie.

Nur übernehmen wir in der Bewertung oft ungeprüft falsche Annahmen. Was etwa noch für die Generation vor uns als „sicherer Job“ galt, wird heute von Maschinen erledigt oder in Niedriglohnländer verlagert. Comedian Jim Carrey kommt daher zu folgendem Schluss: „You can fail at what you don´t want, so you might as well take a chance on doing what you love.“

5.) Was wolltest du als Kind werden, wenn du erwachsen bist?

Als Kinder verfügen wir über eine erstaunliche Klarheit darüber, was wichtig und was unwichtig ist. Wir tun das, was uns wirklich begeistert und schenken unsere Aufmerksamkeit den Dingen, die uns faszinieren. Werden wir älter, beginnen wir auf das zu hören, was unser Umfeld uns souffliert; unsere Werte und unser Selbstbild sind bestimmt von dem, was unsere Eltern, Lehrer, Freunde an uns herantragen.
Irgendwann wir es sehr schwer, unsere eigenen Vorstellungen vom Leben von denen zu trennen, die von anderen stammen. Ein kleines Stück dieser kindlichen Klarheit können wir uns zurückzuholen, wenn wir uns daran erinnern, welche Träume wir vom Leben hatten als wir Kinder waren.

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Es wäre nicht ehrlich zu behaupten, dass die Antworten auf diese fünf Fragen in direkter Linie zu einem Leben voller Leidenschaft und Erfüllung führen. Aber sie können uns vielleicht eine Richtung weisen, die einem solchen Leben näher kommt, als es unser aktuelles jemals könnte.

Der Artikel „Wie finde ich den Beruf, der zu mir passt?“erschien ursprünglich auf Huffington Post.

Title-Foto by „zoomar“. Link: http://goo.gl/TJFcVw

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