8 Dinge, die Du tun kannst, bevor Du kündigst

8 Dinge, die Du tun kannst, bevor Du kündigst

Viele Menschen, denen wir bei unserer Arbeit begegnen, teilen einen geheimen Wunsch: Sie träumen davon ein eigenes Business aufzuziehen. Endlich der eigene Chef sein, Ideen verwirklichen und das tun, was einem Spaß und Freude bereitet. Wenn Du auch zu dieser Gruppe Menschen gehörst, die mit einem eigenen Business durchstarten wollen, dann solltest Du unbedingt weiterlesen.

Also: Du hast DIE Idee, wie Du Dein eigenen Business aufziehen kannst? Glückwunsch! Tatsächlich ist eine gute Geschäftsidee ein super Start. Aber bevor Du alle Brücken hinter Dir abreißt, gibt es einige Dinge, die Du schon jetzt aus der Sicherheit einer festen Stelle tun kannst. Und damit Du das gut planen kannst, ist jeder der acht Punkte mit einem Preisschild versehen, das Dir ein ungefähres Gefühl für Dein benötigtes Budget gibt.

1. Recherche
Lerne den Markt kennen, in dem Du Dich bewegen willst. Überraschend viele Deiner vermeintlichen Konkurrenten werden bereitwillig Rede und Antwort stehen: einfach anrufen oder besser noch vorbeigehen und fragen. Wie sehen die Websites von typischen Anbietern aus? Erstelle schonmal ein Grafiker-Briefing (s. Punkt 8) mit Beispielen, die Dir besonders gut und besonders schlecht gefallen.

Das kostet dich: Viele Stunden am Monitor und Telefon.

2. Baue Prototypen
Egal, ob Du Dich mit einem Produkt oder einer Dienstleistung selbständig machst: bevor Du das tatsächliche Geschäft eröffnest, solltest Du Deine Idee testen. Dafür brauchst Du Prototypen: Du willst einen Laden für tibetanischen Buttertee eröffnen? Baue ein 1:20 Modell Deines Ladens oder lasse Deine Freunde (Siehe Punkt 3) bei Dir zur Hause zu Restaurant-Testern werden. Du willst eine Lama-Therapie-Praxis aufmachen? Skizziere den Weg Deiner potentiellen Kunden zu Dir und den Verlauf einer Sitzung als Storyboard. Je mehr unterschiedliche Prototypen, desto besser!

Das kostet dich: ca. 20 Euro für Material und viel Zeit

3. Marktforschung

Behalte Deine Idee nicht für Dich, sondern bilde aus Deinem Freundeskreis und deren Kontakten mehrere Fokusgruppen. Lade jeweils kleine Trupps von circa acht Personen ein, serviere ihnen Kaffee und Kuchen und stelle Dein Produkt anhand der Prototypen vor. Alles sollte auf die Waagschale geworfen werden: der Name, der Preis, das Vorgehen, das Design. Eine wichtige Regel: Du bist nicht Dein eigener Kunde! Nur weil Dir der Name „Praxelinoo“ gefällt, heißt das nicht, das er jedem gefällt. Eventuell sogar niemanden!

Das kostet dich: 50 Tassen Kaffee und vier Bleche Kuchen

4. Website sichern


Wenn du einen Namen gefunden hast, der sowohl Dir gefällt als auch in deinen Fokusgruppen gut abschneidet, dann prüfe sofort, ob die Website noch zur Verfügung steht. Ganz wichtig: hat sich jemand die Rechte an diesem Namen schon gesichert? Dann Finger weg. Lässt sich kinderleicht beim Deutschen Patentamt recherchieren. Überlege Dir gut, welche Endung die richtige ist: .DE für den deutschen Markt, .COM für’s internationale Geschäft, oder doch eine der tausend anderen Endungen wie .NET, .ORG, .TV? Mittlerweile gibt es sogar für regionale Geschäfte Endungen wie .BERLIN oder .KOELN. Oft macht es Sinn, alle wichtigen Endungen mitzureservieren, damit falsche URL auch bei dir landen (falls jemand praxelinoo.com tippt statt deiner eigentlichen Seite praxelinoo.de). Als nächstes sofort E-Mail-Adressen einrichten: kontakt@praxelinoo.de!

Das kostet dich: ca. 50 Euro

5. Markenrechte sichern

Ein kompliziertes Formular, dreihundert Tacken und ein halbes Jahr Wartezeit und dann heißt es: Du bist jetzt offizieller Rechte-Inhaber. Niemand kann Dir in den nächsten zehn Jahren Praxelinoo streitig machen. Der Bonus: Du kriegst sogar eine fesche Urkunde mit echter Unterschrift!

Das kostet dich: 300 Euro und jede Menge Nerven und Sitzfleisch

6. Betreiben Sie SM

Mit SM meinen wir natürlich Social Media. Mach dir ein Facebook-Profil, einen Twitter-Account und arbeite mit Instagramm. Damit kann deine Marke schon lebendig werden, auch wenn du noch keinen müden Cent verdient hast.

Das kostet dich: Jede Woche rund zwei Stunden Zeit

7. Steuernummer beantragen

Einen netten Brief ans Finanzamt, ein paar Fragen beantworten und dann eine gesunde Portion Geduld…und schon ist die Steuernummer da, notwendig, um später Rechnungen stellen zu können. Als Selbständiger verdienst du ab jetzt nur noch Geld, wenn du vorher eine Rechnung gestellt hast. Das ist echt nicht kompliziert, aber ein bisschen mehr Aufwand ist es schon.

Das kostet dich: Ein Brief, danach viel Zeit

8. Erschaffe eine Brand
Ok, wenn Du echt begabt bist am Zeichentisch und mit InDesign, dann kannst du das vielleicht selber wuppen. Die normal Sterblichen unter uns sollten dafür einen Designer beauftragen: Logo, Visitenkarten, Webdesign und natürlich eine schicke Rechnungsvorlage (s. Punkt 7). Das kostet. Aber unserer Erfahrung nach ist jeder Cent dafür gut investiertes Geld. Je besser Du Deinen Grafiker mit deinen Ergebnissen aus Recherche und Marktforschung briefst, umso besser kann er arbeiten.

Das kostet dich: Bis zu 5.000 Euro, realistisch sind 2.500

All das lässt sich neben dem Job erledigen. Und es ist gar nicht so kostspielig. Wenn Du das erledigt hast, ist unser nächster Tipp: sprich mit Experten, ob Deine Idee sich wirklich umsetzen lässt. Und falls du zu einer Bank gehst: glaub denen nicht, wenn die dir sagen: Null Chance. Die hätten wahrscheinlich Mark Zuckerberg auch kein Geld gegeben!

Picture: The Happy Rower

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