Design Thinking im Coaching

Design Thinking im Coaching

Mit einem Artikel über Design Thinking im Coaching haben wir in der April-Ausgabe von „Training aktuell“ ein großes Echo in der Szene ausgelöst. Aufgrund des großen Interesses stellen wir hier noch mal eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte sowie den Gratis-Download des vollständigen Textes zur Verfügung.

Design Thinking hat als Innovationsmethodik eine Vielzahl an bahnbrechenden Entwicklungen hervorgebracht. Egal, ob bei Google, SAP oder in der Entwicklungsarbeit von NGOs – Design Thinking wird heute in den unterschiedlichsten Bereichen dafür eingesetzt, neue Ideen zu entwickeln und komplexe Probleme zu lösen.

Bisher beschränkte sich der Einsatz allerdings fast ausschließlich auf die Entwicklung neuer Produkte und Services. In der WERFT haben wir die Methode erstmals für den Einsatz im Coaching angepasst und sie zur Grundlage unseres Beratungsansatzes gemacht.

Ein von uns im Fachmagazin „Training aktuell“ publizierter Artikel über Design Thinking im Coaching hat ein großes Echo in der Szene ausgelöst. Aus diesem Grund haben wir die wichtigsten Punkte des Artikels noch mal kompakt zusammengefasst.

Was unterscheidet Design Thinking-Coaching von klassischen Coaching-Prozessen?

  1. Kreativität mit klarer Struktur: Kreative Arbeit wird in eine klare Struktur gefasst, um überprüfbare Ergebnisse zu erhalten. Im Design Thinking werden eine Vielzahl von Methoden in einem klar umrissenen Prozess zielgerichtet eingesetzt.
  2. Aus ratsuchenden Kunden werden gestaltende Experten: Designer gestalten ihre eigenen Lösungen. Durch den angeleiteten Prozess verschiebt sich der Fokus vom Reden zum Tun, vom Analysieren zum Be-Greifen, vom eindimensionalen Beschreiben zum 3D-Schaffen! Die Ratsuchenden lernen, ihre Themen als Design-Herausforderungen zu betrachten; sie kreieren Lösungen live und in Farbe.
  3. Aus Coaches werden Facilitators: Mit dieser Veränderung der Kundenrolle muss auch der klassische Coach einen Rollenwechsel eingehen: Im Design-Thinking wird er zum Facilitator. Er oder sie leitet den Prozess, begleitet den Kunden/Designer bei seiner Arbeit, vernetzt Teilnehmer untereinander und gibt Rückmeldungen, wenn gewünscht.

Was benötigt ein funktionierender Design-Prozess?

Eine grundlegende Erkenntnis des Design Thinking lautet: Loops (Schleifen) einbauen. Kommen wir in einer Phase des Prozesses nicht weiter, so gehen wir einen oder mehrere Schritte zurück. Nur durch beständiges Neu-Befragen des Themas werde alle Facetten berücksichtigt und das Ergebnis mit jedem Schritt verbessert.

T-Förmigkeit: Dabei repräsentiert der vertikale Balken des Buchstaben T die Kompetenzen und Kenntnisse in einem Fachbereich. Der horizontale T-Strich hingegen beschreibt die Fähigkeit, über Fachrichtungen hinweg mit Experten anderer Disziplinen zu kollaborieren und das eigene Wissen in Bereichen außerhalb des eigentlichen Kompetenzfeldes anzuwenden.

Durch diese heterogenen und multidisziplinären Teams entsteht – auch durch die Steuerung des Facilitators und des DT-Prozesses – Ko-Kreation. Eingeübte Sichtweisen werden damit durchbrochen, neue Perspektiven eingebracht. So werden Lösungen und Ideen entwickelt, die im Alleingang nicht entstanden wären.

Ein weiterer Faktor ist Visuelles Denken: Komplexe Inhalte in einfache, greifbare und inspirierende Bilder übersetzen, die wiederum neue Sichtweisen und Lösungszugänge zu komplexen Fragestellungen ermöglichen.

Viertens ist wichtig, dass der Facilitator in Design Thinking geschult ist. Um mit ihrer methodischen Kompetenz dem Kunden zur Seite stehen zu können, brauchen Sie Erfahrung mit Design-Prozessen genauso wie im Erstellen von Prototypen.

Weiterbildung Design Thinking für Trainer, Coaches und Berater

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