Bist du dumm genug um bei Google zu arbeiten?

Bist du dumm genug um bei Google zu arbeiten?

Ich lese gerade ein Buch, das mich extrem aufregt. Es heißt „Are you smart enough to work at Google?“ und handelt von den Bewerbungsverfahren bei den Such-Experten aus dem Silicon Valley.

Im Prinzip listet es die hanebüchenen, unfassbar bescheuerten und schlichtweg ungeeigneten Fragen auf, die jedem Bewerber dort gestellt werden. Und Bewerber gibt es genug, manche sagen, es seien über eine Millionen im Jahr! Eine der Fragen lautet: Kann man schneller durch Wasser oder durch Sirup schwimmen? Um die korrekte Antwort zu finden, muss man schon sehr umfassend in Physik gebildet sein (Spoiler: anscheinend macht es wohl keinen großen Unterschied)

Die spannendere Frage ist eher: was für einen Mitarbeiter bekommt Google da, der/die diese Frage beantworten kann? Und wer sind die eine Million Leute, die sich solche Fragen stellen lassen, um dann endlich, endlich für Google arbeiten zu lassen?

OK, wer erstmal drin ist, hat dann tolles Essen für lau, alle möglichen Annehmlichkeiten und 20 Prozent der Arbeitszeit für eigene Projekte. Klingt super? Ist es wahrscheinlich. Und dann? Wofür? Schwimme ich dann nicht in einem Pool voller zuckrigem Sirup?

Die ganzen Fragen verraten mir eigentlich etwas anderes: die große Verzweiflung der Personaler, die wirklich besten Bewerber herauszufiltern! Das ist wahrscheinlich die große Gretchen-Frage in ihrem Metier. Und ich glaube, dass auch Google diese Frage nicht beantworten kann.

Um das ganze etwas in Perspektive zu rücken: was der Chef von Googles „People Operation“ (traditonell Personalabteilung oder HR genannt) vor kurzem in der NYT über seine Einstellungskriterien sagt, klingt alles sehr smart und durchdacht! Und dennoch glaube ich, dass die Menschen, die sie wirklich haben wollen, sich gar nicht dort bewerben.

Und zwar aus den unterschiedlichsten Gründen: weil sie zufällig in Bolivien leben, weil sie kein Englisch können, weil sie zu jung sind oder vielleicht auch einfach, weil sie nicht nur 20% an ihren eigenen Projekten arbeiten wollen, sondern zu 100%!

Bildquelle: Yang and Yun’s Album

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